Bendings – Level Up (deutsch)

Wir Gitarristen werden um diese Technik beneidet!

Durch Ziehen der Saiten (englisch: bending) entsteht ein Sound, der für gute Blues-, Rock- und Metal-Soli sehr charakteristisch ist.

Welche Arten von Bendings gibt es? Hier eine kleine Übersicht:

Halbton und Ganzton-Bendings

Diese Art von Bendings ist die Grundlage aller anderen Bendings.
Anstatt den Ton direkt zu spielen, startet man auf einem tieferen Ton und zieht die Saite, bis der gewünschte Ton erreicht ist.

Ich übe Bends, indem ich immer zuerst den Zielton anschlage, dann den Startton und dann ziehe ich die Saite.
Dadurch habe ich noch im Ohr wie der Ton klingen soll.

Beispielsweise wollen wir den Ton C spielen. Dafür starten wir mit dem H und ziehen die Saite bis das C erklingt.
Das ist dann ein Halbton-Bending.

Damit dabei keine Langeweile aufkommt empfehle ich folgende Übung:

Als Basis verwenden wir hier wieder die A-Molltonleiter und arbeiten uns das Griffbrett herunter.
Das machen wir, weil in der Mitte des Griffbretts die Bendings leichter sind als in der Nähe des Sattels.

Kann man auch mehr als einen Ganzton benden?

Klar geht das! Hört mal in Hotel California rein, da wird gleich im ersten Takt vom H auf das D gebendet.
Das sind drei Halbtöne oder auch eine kleine Terz. (siehe Intervalle)

Im Solo von “Another brick in the wall” bendet David Gilmour eine große Terz, also vier Halbtöne vom C auf E.
Mega!

Aber jetzt kommt’s: im gleichen Solo, nur ein paar Takte später legt er noch einen Halbton drauf und geht vom C auf das F.
Absolut pervers. Fünf Halbtöne! Eine ganze Quarte!

Wenn ihr das macht, solltet ihr eure Schutzbrillen aufsetzen, falls die Saite reißt. Ich übernehme keine Garantie!

Release-Bendings

Wenn wir diese Grundlage beherrschen, können wir uns auch an die Release-Bendings heranwagen.
Dazu wird ein normaler Bend ausgeführt, allerdings ohne die Saite vorher anzuschlagen.
Erst wenn wir die Saite hochgezogen haben, schlagen wir sie an und lassen dann die Saitenspannung wieder ab.

Dadurch entsteht ein sehr eleganter Effekt.

Unisono-Bendings

Unison Bendings sind schwer und leicht zugleich: schwer, weil wir exakt den Ton treffen müssen,
der auf der drunterliegenden Saite mitklingt. Leicht, weil wir dank der Schwebung sehr gut hören, wenn wir den Ton noch nicht erreicht haben.

Schräge Bendings (Oblique Bends)

Bei den schrägen Bends klingt nicht der Zielton mit sondern zum Beispiel eine Terz. Sehr mächtiges Werkzeug!

Double Stops

Double stops sind der Endgegner, weil wir hier zwei Saiten gleichzeitig benden:

GuitarPro

022_bending_a_minor

022_bending

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